Der grosse Vorteil webbasierter Trainingseinheiten ist die Multimedialität bzw. die Möglichkeit, gleichzeitig verschiedene Lernkanäle anzusprechen. Bekanntlich behalten wir Lerninhalte besser, je mehr Kanäle angesprochen werden. Kombinieren wir Sehen und Hören miteinander, liegt der Merkgrad je nach Lerntyp schon zwischen 50 und 70 Prozent, wohingegen nur Gelesenes bzw. Visualisiertes gerade einmal zwischen 10 und 30 Prozent behalten wird. Am besten lernt der Mensch, wenn er es selber tun kann bzw. wenn er selber aktiv wird. Auch dieser Lernkanal lässt sich in ein Rapid eLearning-Modul einbauen.
Für die Kunden unserer Beispielfirma Bohr-Loch währe daher der praktische Gebrauch des Hochdruckbohrers die erfolgsversprechende Methode, den Umgang mit der Maschine zu lernen.
Bevor jedoch die Bohrmaschine bedient werden kann, sollen mittels der webbasierten Trainingseinheit theoretische Grundlagen vermittelt werden. Die einzelnen Elemente der Maschine sind interaktiv von den zukünftigen Anwendern zu erforschen. Hierbei unterstützt eine angenehme, motivierende Stimme die Visualisierungen.
3 Möglichkeiten der Sprachherstellung
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten der Sprachherstellung: Wir besprechen die Folien selber, lassen das Sprachskript von einem professionellen Sprecher vorlesen oder bemühen eine sogenannte Text-to-Speech-Software, um Sprache maschinell herzustellen.
In unserem kostenlosen Ratgeber „Wie Ihre Informations- und Lernmodule sprechen lernen“ zeigen wir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten auf und erklären, wie Sprache erstellt wird bzw. welche Aspekte speziell beachtet werden müssen.
Den Unterschied zwischen einem professionellen Sprecher und einer virtuellen Stimme veranschaulichen sehr schön diese zwei Tonbeispiele:
- der virtuelle Sprecher Klaus, die Text-to-Speech-Stimme von Acapela:
- unser professioneller Sprecher Stephan:
Das Sprachskript
Im Schritt 3 haben wir ja die PowerPoint-Datei soweit vorbereitet, dass nun das Sprachskript erstellt werden kann. Wie bereits beschrieben, wird der Sprechtext, basierend auf den ausgelagerten Folientext, erstellt. Der Inhalt der Folie bzw. die Kernaussage der Folie wird so erklärt. Dabei sollte der Sprechtext nicht länger als maximal 3 Minuten betragen. 3 Minuten entsprechen etwa 500 Wörtern oder einer A4-Seite.
Die Firma Bohr-Loch hat sich für einen professionellen Sprecher entschieden und erstellt in einem mehrstufigen Prozess das Sprachskript.
- Der Produktmanager ergänzt die Textfragmente um weitere Stichwörter,
- die Marketingmitarbeiterin erstellt daraus ganze Sätze und
- der Abteilungsleiter kontrolliert die Aussagen und gibt diese schliesslich frei.
Damit der professionelle Sprecher die speziellen Abkürzungen und fachspezifischen Ausdrücke auch richtig ausspricht, wird dem Sprecher eine Liste der Ausdrücke inklusive einer Audio-Datei zum Anhören übergeben. Der professionelle Sprecher benötigt schliesslich 3 Tage, um die Sprache herzustellen.
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