Wie Ihre Informations- und Lernmodule sprechen lernen (Teil 3)
Heute gehen wir auf die Erstellung von Sprach-Audio-Dateien im Do-it-yourself-Verfahren ein.
Dies ist sicher für ungeübte Sprecher eine kleine Herausforderung und stellt ein paar wichtige Anforderungen an die verwendete Technik und an uns selber.
Eines vorweg: Ihnen wird bestimmt die eigene Stimme zunächst fremd vorkommen. Dies ist nicht verwunderlich, da Sie sich normalerweise selber nur selten sprechen hören. Wichtiger als die Stimme ist jedoch die Authentizität, die lebhafte Betonung und Begeisterung, welche Ihre Stimme transportieren soll.
Welche Hardware benötigen Sie für Ihre Sprachaufzeichnungen?
Um aufnehmen zu können, benötigt man ein gutes Kondensator-Mikrofon. Die meisten in einem Fachgeschäft käuflichen Mikrofone oder Headsets für den Anschluss an den PC sind ungeeignet, da eher auf Telefonie ausgerichtet. Ein gutes Kondensator-Monomikrofon aus dem Hi-Fi-Bereich hingegen würde sich anbieten. Wir können hier z. B. Rode NT1A oder, etwas günstiger, T-Bone Mikrophon empfehlen. Ein Mikrofon-Vorverstärker ist meistens schon direkt im PC eingebaut. Mischpult oder MiniDisc-Recorder/MP3-Recorder sind nicht zwingend notwendig. Hilfreich für die Aufnahmequalität ist ein sogenannter "Poppschutz", ein Mikrofonschutz aus Schaumstoff zur Dämpfung von Zischlauten, wie "T", "P" oder "Sch", und zur Beseitigung von Wind- und Nebengeräuschen.
Welche Software für die Aufzeichnung von Sprach-Audio können wir empfehlen?
Um nun die Stimme aufzunehmen, ist eine Software notwendig. Articulate Presenter bietet eine eigene Aufnahmefunktion, "Record Narration", an. Wir empfehlen jedoch bei ungeübten Sprechern die Verwendung einer externen Software, wie beispielsweise Audiacity. Audiacity ist kostenlos und bietet ein umfangreiches Set an praktischen Funktionen. Sprachliche Schnitzer können mit einem solchen Programm einfach herausgeschnitten werden, und durch "Normalisierung" kann die Lautstärke angeglichen werden.
Was ist bei Sprachskripten zu beachten?
Bevor Sie jedoch sprechen können, muss ein Sprachskript erstellt werden. Sicher kann man auch frei sprechen. Um jedoch keine wesentlichen Punkte zu vergessen, empfehlen wir immer ein Sprachskript. Dieses Skript erklärt den Inhalt der gezeigten Folie und bringt die Aussagen möglichst auf einen Punkt. In PowerPoint bietet sich dafür der Notizbereich unterhalb der Folie an. Für jede Folie erstellen Sie einen Sprachtext, optimalerweise nicht länger als 3 Minuten pro Folie. Wir empfehlen, die Pausen, in denen sie Luft holen, mit einem Zeichen wie beispielsweise ^ zu markieren. Das hilft sehr, damit einem nicht plötzlich beim Sprechen die Puste ausgeht.
Hier ein kurzes Beispiel eines Sprachskripts:
Der Text kann direkt von einem Sprecher aufgezeichnet werden. ^ Oder Sie lassen die neue Text-to-Speech-Applikation von partekk für Sie sprechen! ^ Der Computer erzeugt basierend auf einem schriftlich vorhandenen Text ^ gesprochene Sprache, ^ und dies in verblüffender Qualität. ^
Der geschriebene Text unterscheidet sich wesentlich vom gesprochenen. Deshalb sollte das Sprachskript auch auf seine Tauglichkeit getestet werden, indem Sie das Skript laut vorlesen, am besten vor einem oder mehreren Zuhörern.
Mit Articulate Presenter kann übrigens ein praktisches Storyboard erstellt und in Microsoft Word ausgegeben werden. Das Storyboard enthält sowohl ein Abbild der Folie, als auch der Text des Notizfeldes. Die Funktion kann im Menu Articulate mit "Publish", "Word" erreicht werden.
Nun wird aufgenommen!
Achten Sie zunächst darauf, dass Sie sich in einem möglichst ruhigen und hallfreien Raum aufhalten. Zusätzliche Textilien, wie z. B. Leinentücher oder Frotteetücher helfen, den Hall zu bekämpfen. Stellen Sie das Mikrofon auf eine feste Unterlage und in einen angenehmen Abstand. Wichtig ist der möglichst immer gleiche Abstand.
Sprechen Sie zuerst den Text laut vor und achten Sie dabei auf die Betonung. Üben Sie einige Male die Aussprache schwieriger Wörter. Im nächsten Durchgang drücken Sie den Aufnahmeknopf. Wiederholen Sie den Vorgang eventuell weitere Male, bis sie zufrieden sind.
Speichern Sie die Aufnahme für die spätere Einbindung in Articulate. Vermerken Sie unbedingt die Foliennummer im Dateinahmen.
Weitere gute Tipps zur Produktion von Tondokumenten, beispielsweise für einen Podcast, finden Sie hier: http://wiki.podcast.de/Produzieren
Wenn Sie sich noch unsicher fühlen oder weitere Fragen zur eigenen Aufnahme von Tondokumenten haben, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne.
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